Donnerstag, 31. Januar 2013

Oase Fayoum und das Tal der Wale

Am vergangenen Wochenende hatten wir einen Tag mehr frei und haben dies natürlich sofort für einen Ausflug genutzt. Diesmal ging es in die Oase Fayoum und die Attraktionen in der angrenzenden Wüste. Fayoum ist etwa 1,5 Autostunden von Maadi entfent.

Wir wurden Donnerstagmorgen ganz bequem von unserem privaten Fahrer Mohamed und unserem Guide Samir mit einem 4-by-4 abgeholt vor der Haustür abgeholt. An Giza vorbei ging es dann auch recht zügig in die Wüste.
Unser erster Stopp war auf einem Plateau an einem Tempel und einem in das Plateau gemauerten Kloster.


Unser Guide war ein bisschen survival-mäßig drauf und wollte an der Felsmauer mit einem Seil mit uns hochklettern. Das haben die Deutschen nicht geschafft : ) aber in andere Löcher sind sie dann doch hinabgestiegen.



 Nachdem wir mit dem Jeep das Plateau wieder runtergeklettert sind, ging es durch das Tal des Teufels. Es machte seinem Namen alle Ehre und wir behielten unsere Wüstentourtradition bei, da wir und ziemlich heftig im Sand festfuhren und kräftig buddeln und schieben mussten.




Nachdem wir den Jeep befreit hatten, ging es in eine alte Wüstenstadt und von dort aus weiter zum versteinerten Wald. Sieht aus wie Holz, ist aber inzwischen Stein. Sieht unspektakulär aus, fühlt sich aber echt komisch an.








Nachdem wir am See in einem 5*-Hotel genächtigt hatten, ging es am nächsten Morgen weiter zu zwei wunderschönen Seen und in das Tal der Wale.

Das Tal der Wale ist ein Platz mitten in der Wüste, an dem viele versteinerte Walknochen gefunden wurden. Ein wirklich sehr schöner Wüstenabschnitt, der für eine Tagestour von Kairo aus echt empfehlenswert ist und ....
                                                          ... dort gibt es sogar Mülleimer! : )









Preisfrage: Was siehst du auf diesem Bild?


 
Sonnen im Januar!
Und zum Schluss noch einige Schnappschüsse aus Fayoum  - in der Ecolodge und beim Spaziergang durch das Dorf:
Real Egyt







                            Und so gingen zwei sehr schöne und erlebnisreiche Tage zuende.

Freitag, 18. Januar 2013

Der Sommer kommt

Nachdem wir in unserer ersten Woche nach unserem Deutschlandbesuch bitterlich gefroren haben, genießen wir gerade sommerliche 22°C auf unserer Dachterrasse!

Samstag, 8. Dezember 2012

Nikolausparty über den Dächern von Kairo

Auch in Kairo wollen wir ein bisschen Weihnachtsstimmung aufkommen lassen, auch wenn die Sonne eher an einen schönen warmen Herbsttag erinnert. So haben wir alle unsere Lieben Freunde (=Kollegen) zu einer Nikolaus-Wichtel-Party auf unseren Balkon eingeladen. Es wurden Weihnachtslieder gesunden, Weihnachtsfilme über den Beamer gezeigt und es wurde fleißig getanzt. Aber seht selbst.

Weihnachtliche Deko und Strandstühle
 - irgendwie charakteristisch für unsere Vorweihnachtszeit in Ägypten






Weihnachtliche Grüße aus Kairo!

P.S.: Uns geht es gut. Bekommen von den Unruhen kaum was mit und die Schule läuft bisher auch noch ganz normal, außer, dass man an manchen Tagen nur die Hälfte der Schüler vor sich hat - 
kann aber ja auch mal ganz angenehm sein : ) !


Freitag, 26. Oktober 2012

Lost in desert

3 Tage Wüste - 3 Tage Sand, Sonne und absolute Stille 


Am Mittwochmorgen um 7 Uhr sind wir von Kairo aus gestartet und mit einem Minibus in die Oase Baharia gefahren.
Von dort aus sind wir mit einem Jeep zuerst in die Schwarze Wüste gefahren. Schwarz deswegen, weil hier früher Vulkane waren und sich die Lava als schwarze Schicht auf dem Sand abgelagert hat.
Weiter ging es über atemberaubende riesiege Sanddünen, die wir im Jeep steil abwärts sausten. Unser Juchzen amüsierte den Fahrer glaub ich über alle Maßen : ).
Die riesigen Sanddünen waren einfach beeindruckend. Am schönsten sind sie ganz ohne Fußspuren.


 Zei komische Vögel haben sich mit mir in die Wüste verirrt:
Es ist beeindruckend, wie viele Gesichter sie Wüste hat. Stand man eben noch auf einer riesigen Sanddüne, tauchen ein paar Minuten später auf einmal weiße Kalksteinformationen auf.
Zwischen diesen Skulpturen haben unsere Guides dann auf einer Sanddüne unser Nachtlager aufgebaut und absolut köstlich für uns gekocht.

So konnten wir den Sonnenuntergang mit einer Flasche Wein und einem herrlichen Panorama in der absoluten Stille genießen.


In der Nacht, nachdem der Mond untegegangen war, konnte man einen atemberaubenden Sternenhimmel bestaunen. 

Am nächsten Morgen:



Unser nächster Stop war die Oase Ain El Serw:




Und von dort aus weiter zum Lunch unter Palmen an der Sanddüne:


 Und wenn eine Gruppe Jungs eine große Sanddüne sieht, was macht sie dann?


 Richtig! Sie springen runter.
 Und dann bauen sie ein "Walgerippe" aus vertrockneten Palemblättern.

Bedouin-tea
Bis hier verlief alles nach Plan, doch dann . . .

. . .  hatte ein Jeep ein Loch im Kühler. 
Auf Nachfrage, wie Lange die Reparatur dauern wird, antworteten unsere Guides: 
"5 Minutes, Inshaallah!"
Und da hätten wir, mit der ägyptischen Erfahrung, die wir ja schon gesammelt haben, eigentlich stutzig werden müssen. Denn "Inshaallah" (So Gott will) kann einfach nicht Gutes bedeuten.
Na ja, nachdem die Bedouinen das dann wohl auch eingesehen hatten, dass Gott ihnen bei einem kaputten Kühler nicht so schnell weiterhelfen kann (auch beten war zwecklos), schlugen wir unser Nachlager an Ort und Stelle auf und die Guides klebten bis Morgens um 2Uhr am Kühler herum.
Wir machten das Betse aus der Situation und sonnten uns in den Dunen, saßen am Lagerfeuer und . . .

 . . . machten ein bisschen Blödsinn, der einem so einfällt, wenn man nichts zu tun hat : )

 Am nächten Morgen:

Unsere Gruppe beim Frühstück


Die Guides hatten bis in die Nacht am Auto geklebt und waren wohl der festen Überzeugung, dass sie erfolgreich waren, denn früh ging es weiter Richtung Weiße Wüste.
Nach ein paar hundert Metern war dann klar, dass Gottes Hilfe bei der Reparutur des Wagens nicht ausgereicht hat und wir uns den Rest des Weges abschleppen lassen müssen.
Nichts desto trotz ging es mit einem Seil zwischen den Jeeps weiter in die Mitte der Weißen Wüste.
Die Henne und ihr überdimensionales Ei



Von hier aus ging es zurück - am improvisierten Abschleppsein - nach Baharia und von dort wieder nach Kairo, wo ich jetzt grad auf unserem Balkon sitze und mich riesig freue, dass Mama und Papa heute Abend - hoffentlich entspannt - hier landen!